Aufschwung des Kolpingwerkes nach dem 2. Weltkrieg

Kurz nach dem 2. Weltkrieg erlebte das Kolpingwerk, und mit ihm auch der Diözesanverband Trier, einen überwältigenden Wiederaufbau. Das Programm des Mittelrheinischen Kolpingtages in Ahrweiler 1947 stand unter dem Leitwort "Wir stellen uns der Not".

Das Kolpingwerk und auch der Diözesanverband Trier nahmen mehr und mehr wieder einen positiven Einfluss im kirchlichen und gesellschaftlichen Bereich. Die alten Mitglieder scharten sich wieder zusammen. Eine neue Generation trat hinzu. Es wurde angepackt und es kam neues Leben in das Kolpingwerk und in die einzelnen Kolpingsfamilien, ohne dass die alte Tradition aufgegeben wurde. Das katholische Vereinsleben stand nach dem 2. Weltkrieg auf einem fruchtbaren Boden. Mit dem Wiederaufbau schritt auch das Leben in den Kirchengemeinden voran.

In Urmitz wirkte seit 1947 als Seelsorger Pastor Johannes Schuster. Man sagte über ihn, "er sei ein frommer Mann". Johannes Schuster war von 1947 bis 1962 Pastor in Urmitz. Er hatte eine sehr positive Einstellung zum Kolpingwerk. Er gab Impulse für eine Wiederbelebung, indem er sich auch als Präses zur Verfügung stellte.

Impulse kamen auch vom Diözesanverband Trier über den Diözesanpräses, Prälat Pick, von der Pfarrei St. Castor in Koblenz (Diözesanpräses von 1920-1963). Prälat Pick blieb auch später bis zum Ende seiner Amtszeit Betreuer und Referent der Kolpingsfamilie Urmitz/Rhein.

Wiederbelebung der Kolpingsfamilie Urmitz/Rhein 1948

Am 18. April 1948 fanden sich alte und neue Mitglieder für eine Wiederbelebung mit Pastor Johannes Schuster zusammen, der dann Präses wurde.

Ein Vorstand wurde gewählt:
Altsenior                        Jakob Helf, Maurermeister
Senior                            Josef Wilhelmi, Lehrer
Kassenwart                   Willi Wilhelmi, Malermeister
Schriftführer                   Adam Wilhelmi, Angestellter

Die Mitgliederzahl mit der Wiederbelebung kann, wegen nicht mehr vorhandenen Aktenunterlagen, nur nach späteren Aufzeichnungen in der Zahl um die 40 angenommen werden.

Medaille von der Wallfahrt 1960

In den 50er und 60er Jahren fing man an, die Kriegszerstörungen zu beseitigen. Häuser und Mietwohnungen wurden wieder bewohnbar gemacht und noch mehr neu erbaut. Da war besonders der Handwerkerstand gefordert. Man hatte nicht immer die Zeit für ehrenamtliche Tätigkeiten. So kam es auch berufsbedingt, besonders bei den jüngeren Handwerkern zu Arbeitsplatz- und damit verbunden Wohnortveränderungen. Dazu kam noch für viele die Wehrpflichtzeit. Das führte zwangsläufig zu vielen Austritten bei der Kolpingsfamilie. In Urmitz kamen jedoch durch gute Kolpingarbeit immer neue Mitglieder hinzu, jetzt auch vermehrt aus nichthandwerklichen Berufen, so dass in Urmitz die Gesamtzahl der Mitglieder steigend blieb. Die Mitgliederzahl der Kolpingsfamilie Urmitz/Rhein bewegte sich von 1955 bis 1965 zwischen 40 und 60 Mitgliedern.


Weihnachtsfeier der Kolpingsfamilie 1952


von links: Pastor Johannes Schuster, Josef Wilhelmi, Liesel Wilhelmi, Alois Reif Senior, Jakob Helf Altsenior


vordere Reihe von links: Josef Helf, Gerti Helf, Anton Helf, Anna Butz geb. Helf, Katherina Höfer, Peter Höfer
hintere Reihe von links: Frau vom Fotografen, Friseurmeister Willing, Willi Wilhelmi, Maria Wilhelmi, Else Dott, Josef Dott, Pastor Johannes Schuster, Liesel Wilhelmi, Alois Reif


von links: Hermann Helf, Peter Dott, Josef Dott, Alois Reif Senior, Erich Oden, Karl Oster, Hans Blumenthal, Arnulf Beck, Willi Häring


von links: Küster Johann Wilhelmi, Willi Mühlhöfer, Maria Hoffend, Maria Wilhelmi, Josef Wilhelmi, Else Dott, Alois Reif, Frau vom Fotografen

 

1962 Pastor Robert Sesterheim kommt nach Urmitz und wird Präses der Kolpingsfamilie Urmitz/Rhein

Der bisherige Präses Pastor Johannes Schuster geht in den Ruhestand.

Mit dem neuen Pastor Robert Sesterheim als Präses erhofft man sich neuen Auftrieb für die Kolpingsfamilie.